OECD & IWF – Weltmachten hinter Gutmenschenkulisse

OECD und IWF – Weltmächte hinter Gutmenschen-Kulisse

Der IWF ist die weltweite Finanz-Feuerwehr, die notleidenden Staaten als Helfer in grösster Not unter die Arme greift. Und die OECD trocknet als „internationales Finanzamt“ die Steueroasen aus. Soweit die Darstellung in den Mainstream-Medien. Handelt es sich also um reine Gutmenschen-

Organisationen? Von wegen, IWF und OECD sind grösstenteils US-gesteuerte Instrumente der skrupellosen Globalisierungslobby mit gewaltigem Einfluss und bemerkenswerten Hintermännern.
OECD und IWF – Weltmächte hinter Gutmenschen-Kulisse

Wer denkt eigentlich noch an Philipp Rösler? Der einstige deutsche Spitzenpolitiker blieb als Wirtschaftsminister auf seltsame Weise blass, erntete als Vizekanzler-Darsteller allenfalls Mitleid und scheiterte als FDP-Vorsitzender grandios. Heute spricht keiner mehr über ihn. Als Vorstand beim Weltwirtschaftsforum in Genf ist er aber einer der Regisseure der winterlichen Mauschelrunde in Davos und wirtschaftlich hervorragend versorgt.

Doch gibt es bisweilen Anlass, den ehemaligen deutschen Wirtschaftsminister noch einmal zu Wort kommen zu lassen. Damals, im Hochsommer 2012, auf dem Höhepunkt der nach wie vor nicht ausgestandenen Eurokrise, meldete sich Rösler mit einer Feststellung zu Wort, mit der er vielen Deutschen aus dem Herzen sprach: Ein Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone habe „seinen Schrecken verloren“, sagte der damalige FDP-Chef. So dachten viele Wissenschaftler und Journalisten, sofern sie nicht zu den Claqueren der Brüsseler EU-Propaganda gehörten. Und nun schien sogar in der deutschen Bundesregierung ein Rausschmiss der Pleite-Griechen ein Thema zu sein. Kaum hatten die Nachrichtenagenturen das Statement des jungen Ministers verbreitet, kam die Empörungswelle ins Rollen. Von allen Seiten – nicht zuletzt von den eigenen Partei“freunden“ – wurde Rösler heftig attackiert. „Entsetzt“ sei man über den Parteivorsitzenden, hiess es.

Dabei hatte Rösler in der Sache sicher recht. Ein Ende mit Schrecken wäre vielen Steuerzahlern lieber gewesen als ein Schrecken ohne Ende. Nur das Timing des Ministers war falsch. Denn irgendwann im Verlauf der Eurokrise war für die deutsche Bundesregierung ein Ausschluss Griechenlands und anderer Pleitestaaten aus dem Euro-Verbund mit einem Mal tabu. Stattdessen wurde den Bürgern weisgemacht, die Euro-Rettung sei alternativlos. Und immer wieder trichterte die deutsche Kanzlerin ihren besorgten Landsleuten ein: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“. Das war und ist zwar blühender Unsinn, aber viele haben es geglaubt und nahmen es hin, dass ihr Land gigantische Kreditgarantien für die Problemstaaten der Euro-Zone übernahm und die Sparer fortan mit Minizinsen schleichend enteignet werden.

Eurokrise: Regierungen als Befehlsempfänger des IWF

Die etwas kritischeren Journalisten fragten sich damals schon, weshalb gleichsam über Nacht der Verbleib Griechenlands von der deutschen Bundesregierung mit fast schon dogmatischer Strenge verteidigt wurde. Heute wissen wir mehr: Griechenland und Portugal waren bekanntlich mit hohen Milliardensummen bei westeuropäischen Banken verschuldet. Diese aber hatten sich gegen mögliche Kreditausfälle bei mehreren amerikanischen Grossbanken abgesichert. Salopp ausgedrückt: Die US-Hochfinanz fürchtete um ihr Geld, wenn Griechenland aus dem Euro fliegen würde. „Um dieser Gefahr entgegenzutreten, fällten die Verantwortlichen beim IWF eine Grundsatzentscheidung: Kein einziges EU-Land durfte die Währungsgemeinschaft verlassen, die Beibehaltung des Euro wurde zur obersten Priorität erklärt“, schreibt der Journalist Ernst Wolff in seiner Neuerscheinung „Weltmacht IWF“. Ein Anruf aus Washington genügte – und schon traute sich in Berlin niemand mehr, über eine Insolvenzordnung für gefährdete Staaten nachzudenken.

Ernst Wolff wundert das nicht, denn beim Internationalen Währungsfonds (IWF) habe es sich von Anfang an „um eine von den USA ins Leben gerufene, von ihnen beherrschte und allein auf ihre Interessen zugeschnittene Einrichtung“ gehandelt, mit der sich Washington neben der militärischen auch die wirtschaftliche Weltherrschaft sichern wollte. Zusammen mit der OECD ist der IWF ein machtvolles Instrument zur Durchsetzung der globalen Ziele von Grosskonzernen, Hochfinanz und US-Regierung.

Der IWF (englisch IMF für International Monetary Fund) wurde im Zusammenhang mit der Konferenz von Bretton Woods im Jahr 1944 gemeinsam mit der Schwesterorganisation Weltbank aus der Taufe gehoben und gilt offiziell als eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN). Nach aussen präsentiert sich der IWF gern als Gutmenschen-Organisation, die in die Bresche springt, wenn ein Land vor der Pleite steht und nirgendwo mehr Geld bekommt. Als „Lender of last resort“ (Kreditgeber der letzten Instanz) wurde der Währungsfonds in den vergangenen Jahrzehnten oft als weltweite Finanz-Feuerwehr wahrgenommen – seit dem Banken-Crash auf Island und der Eurokrise vermehrt auch in Europa. Ein wichtiges Instrument bei diesen Hilfsaktionen sind die Sonderziehungsrechte (SZR). Dabei handelt es sich um eine 1969 eingeführte künstliche Währungseinheit, die nicht an den Devisenmärkten gehandelt wird (ein Sonderziehungsrecht entsprach Mitte November 2014 knapp 1,39 CHF). Diese Kunstwährung gilt als Rechnungslegungseinheit für die IWF-Kredite.

Blaupause für Ausplünderung der Sparer

Die Rolle als „Lender of last resort“ verleiht dem IWF aber eine unglaubliche Machtfülle und ein Erpressungspotenzial. Denn die Hilfen werden von harten Auflagen abhängig gemacht. Kritiker werfen der US-dominierten Institution vor, auf diese Weise in zahlreichen Staaten die bestehenden Sozialsysteme zerstört zu haben. Nicht von ungefähr gehört der IWF zur berüchtigten Troika (zusammen mit EU und Europäischer Zentralbank), die Südeuropa gleichsam unter Kuratel gestellt hat.

Vom IWF stammt übrigens eine Blaupause zur Enteignung von Sparern und Kleinanlegern. Sie ist Teil eines Diskussionspapiers unter dem Titel „Vom Bail-Out zum Bail-In“, das der Währungsfonds im April 2012 veröffentlichte. Knapp ein Jahr später setzte der IWF auf Zypern dann die Enteignung der Sparer in die Realität um. Die Empörung der Europäer währte – wenn überhaupt – nur kurz, denn sofort setzte die konzertierte Propaganda von Regierungen, IWF und Medien ein: Zypern sei die Steueroase für unglaublich reiche Russen gewesen, denen die teilweise Enteignung nun recht geschehe. Der deutsche Finanzminister liess in Interviews schon ein wenig Schadenfreude aufblitzen, weil es den Oligarchen nun an den Kragen gehe. Dass die reichen Russen aber ihre Vermögen längst in aller Seelenruhe von zyprischen Banken abgezogen hatten, wurde den westlichen Medienkonsumenten natürlich nicht erzählt. Es ist eine bewährte Praxis, die Bevölkerung mit bewusst geschürtem Neid zu narkotisieren. Da schaut keiner so genau hin, welche Märchen uns Regierungen und Medien wieder auftischen.

Um die US-Dominanz im IWF nach aussen nicht allzu offenkundig werden zu lassen, darf jeweils ein Europäer das Amt des Geschäftsführenden Direktors bekleiden. Seit 5. Juli 2011 ist dies die Französin Christine Lagarde. Erster Direktor war von 1946 bis 1951 übrigens der Belgier Camille Gutt, der bereits einschlägige Erfahrungen bei der Ausplünderung von Bürgern aufweisen konnte: Er hatte in seinem Heimatland die „Operation Gutt“ durchgesetzt, die nichts anderes war als eine Währungsreform.

Nach wie vor äusserst obskur erscheinen schliesslich die Vorgänge rund um den früheren IWF-Direktor und Lagarde-Vorgänger Dominique Strauss-Kahn, der unter dem Vorwurf der angeblichen Vergewaltigung im Jahr 2011 in den USA festgenommen wurde und in Handschellen vor Gericht erscheinen musste. Einer, der die wahren Hintergründe kennt, ist vielleicht der russische Präsident Wladimir Putin. Er sagte damals: „Ich kann nicht glauben, dass alles so geschehen ist, wie es jetzt dargestellt wird“. Angeblich verfügte der russische Geheimdienst über Erkenntnisse über ein Komplott der USA gegen den Franzosen. Demnach hatte Strauss-Kahn belastbare Hinweise darauf, dass die in den Vereinigten Staaten gelagerten Goldbestände des IWF nicht mehr oder nicht mehr im ursprünglichen Umfang vorhanden waren. Er soll enge Berater von Präsident Obama auf dieses Thema angesprochen haben.

Strauss-Kahn, der damals gute Chancen hatte, neuer französischer Staatspräsident zu werden, erfuhr kurz darauf aus Geheimdienstkreisen, dass ihn die US-Behörden unter einem Vorwand festsetzen wollten. Der IWF-Direktor soll daraufhin versucht haben, fluchtartig die USA zu verlassen – er kam bekanntlich nur bis zum Flughafen.

Die OECD als „internationales Finanzamt“

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kann offenkundig über die Karrieren höchster Politiker entscheiden. Bis heute halten sich Gerüchte, der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl sei im Jahr 1998 von der OECD aufgefordert worden, sowohl die Arbeitseinkommen als auch die Sozialleistungen in Deutschland zu senken. Kohl wusste, dass dies Dynamit sein würde – noch dazu in einem Wahljahr. Als er sich den Forderungen der OECD widersetzte, begannen die Leitmedien das Zerrbild vom handlungsunfähigen und total ausgebrannten Kanzler der deutschen Einheit zu zeichnen und gleichzeitig seinen Herausforderer Gerhard Schröder hochzujubeln. Das Kalkül ging auf: Kohl verlor die Bundestagswahlen haushoch – und Schröder setzte die Forderungen der OECD weitgehend um (Hartz IV-Reformen).

Was macht eigentlich die OECD, fragen sich selbst gut informierte Zeitgenossen oft. Eine Antwort lautet: Die OECD ist das internationale Finanzamt. Tatsächlich setzte sich die Organisation in den vergangenen Jahren mit bemerkenswertem Erfolg für den internationalen Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten ein, um – wie es hiess – die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung einzudämmen. Seither gibt es faktisch kein Bankgeheimnis mehr in Europa. Die Schweiz und Liechtenstein wurden schon sehr früh ins Visier genommen. Von einem Tag auf den anderen tauchten plötzlich massenhaft CDs mit den Daten von sogenannten Steuersündern auf. In der EU leisteten zuletzt nur noch Österreich und Luxemburg Widerstand, bevor auch sie vor dem Druck aus Washington und Brüssel kapitulierten.

Delaware, die Steueroase mitten in den USA, scheint hingegen niemanden zu interessieren. Doch allzu sehr kann dies nicht überraschen, wenn man weiss, dass natürlich die OECD von US-Interessen dominiert wird – und das von Anfang an. Die OECD wurde im Jahr 1961 als Nachfolgeorganisation der OEEC (Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit) und des Marshallplans zum Wiederaufbau Europas gegründet. Die Hilfsgelder im Rahmen des Marshallplans wurden nach dem Zweiten Weltkrieg über die OEEC vergeben. Als geschickt gestreute Zweifel daran aufkamen, ob diese Gelder jemals zurückgeführt werden könnten, bot die Familie Rothschild an, über den „Strohmann“ Nelson A. Rockefeller die Organisation zu einem günstigen Preis zu erwerben und das Ausfallrisiko zu übernehmen. Tatsächlich aber wurden alle Kredite zurückgezahlt, was die OEED ausgesprochen wohlhabend machte. Auf dieser Basis erfolgte die Umwandlung in die OECD.

Die OECD und die Rothschilds

Neben ihrer Funktion als internationales Finanzamt mit der Aufgabe, Steueroasen ausserhalb der USA auszutrocknen, versteht sich die Organisation mit Hauptsitz in Paris als „Regierungsberater“. Mit anderen Worten: Die Rothschilds beraten über die OECD die Regierungen im Interesse ihrer globalen Ziele. Darüber hinaus gibt die OECD Leitsätze für die wichtigsten internationalen Standards des Aktien- und Unternehmensrechts vor. Mit einer Reihe von Sonderorganisationen mischt die OECD ferner auf zahlreichen anderen wichtigen Zukunftsmärkten mit. So gehören zum Beispiel die Internationale Energieagentur und die Nuclear Energy Agency zur OECD-Familie. Obwohl die Organisation über reiche Hintermänner verfügt, finanziert sie sich aus Steuermitteln. Der mit Abstand grösste Beitragszahler sind die USA, was einfache Rückschlüsse zulässt, wer in der OECD den Ton angibt.

Wer hinter den Kulissen die Strippen zieht, daran wurde von Anfang an keinerlei Zweifel gelassen. Auch nicht bei der Wahl der Immobilie für den Hauptsitz der OEEC und der späteren OECD. Die Organisation erwarb das Schloss La Muette bei Paris. Verkäufer waren – die Rothschilds.

05 Dezember 2014 Autor: Michael Brückner
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Veröffentlicht am 15. Dezember 2014 in Aktuell, EU, USA, Weltherrschaft und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für OECD & IWF – Weltmachten hinter Gutmenschenkulisse.

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